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Freie
Grundschule "Großenhainer Pflege"
Wir haben uns die Aufgabe gestellt, eine freie nichtstaatliche
Grundschule in der Region "Großenhainer Pflege" zu etablieren. Es
handelt sich dabei um ein reformpädagogisches Projekt, das die
Individualität von Kindern in den Mittelpunkt stellt. Nachfolgend
möchten wir einige wesentliche Eckpunkte unsereres Konzepts darstellen:
Unsere
Besonderheiten
Systemisch integrative Fundierung
> Schule befindet sich in einer steten rückkoppelnden Dynamik
> Schule ist ein flexibel mitlernendes System
> erlaubt dadurch Entfaltung von Individualität, erfordert aber ebenso
die präzise Festlegung von
Regeln und Grenzen
> impliziert "Fehlerfreundlichkeit" (C.F. v. Weizsäcker): Fehler im
Lernprozess und
Beziehungskonflikte sind Teil der Realität. Sie müssen in
ihrer Bedeutung wahrgenommen und
bearbeitet werden
> Medium der kritischen Reflektion ist die externe Supervision
Visionen und Projekte
Kind zu sein heißt neugierig sein - sinnliche Erfahrungen zeichnen
sein Erleben aus
> in den Erfahrungen mit der Natur und ihren Rohstoffen
> in Aktivitäten zur Entwicklung eines ökologisch nachhaltigen
Verständnisses
> in der Vermittlung arbeitstechnischer Präzision und
Handlungskompetenzen
> in den Möglichkeiten zur Entfaltung schöpferischer Potenzen von
Werkunterricht und künstlerisch-
handwerklichen Projekten mit regionalem
Bezug
Pädagogische Inhalte
Lern-Strukturen
Der Erwerb der Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen sowie
die Entwicklung sozialer Kompetenz als zentraler Bildungsauftrag wird
umgesetzt im:
> Kursunterricht (Fach gebundener, überwiegend vom Lehrer geführter
Unterricht zum Erwerb der
Grundtechniken und zur Sicherung des Mindestwissens)
> Kernunterricht (Fächer übergreifend mehrere Wochen an einem Thema
arbeiten)
> Freie Arbeit (übungseinheiten, Weiterarbeit am aktuellen oder zu
einem selbst gewählten Thema)
> Arbeitsgemeinschaften oder Projektunterricht (eventuell Einbeziehung
von Fachleuten aus der
Arbeitswelt z. B.: Tischler, Künstler)
Bewertungen sind am Inhalt ausgerichtet und unterliegen nicht abstrakten
Normierungen.
Jahrgangsübergreifender Unterricht und soziales Lernen
> Ressourcen des wechselseitigen Lernens von Kind zu Kind nutzen -
sowohl im Sozialen, im
Wissensbereich, bei Fähigkeiten und Fertigkeiten
> größere Kinder helfen den Kleinen und umgekehrt
(Verantwortungsbewusstsein, Rücksichtnahme)
> Fortgeschrittenere festigen ihr Wissen durch Wiederholung und
Darstellung des Gelernten
(Wiedergabe - wenn man etwas erklärt, wird deutlich, was man
selbst behalten hat)
> Kinder "schauen voneinander ab" (z. B.: Arbeitstechniken,
Verhaltensweisen, Kommunikation)
> durch Gestaltung des Schulalltages als etwas Ganzes (z. B.: Ankommen
in der Schule und
Morgenkreis)
> durch Gemeinsamkeit, die Umgangsformen und Regeln bedarf, die
einzuhalten sind (nicht in
einzelnen "Fächern" besprochen, sondern im Tagesablauf
erlebt)
> durch Schaffung rhythmischer Wechsel - zwischen Anstrengung und
Entspannung - zwischen
Betätigungen und Pausen (nicht einfach "umschalten" von Mathe
auf Deutsch)
> durch miteinander reden, miteinander arbeiten und spielen,
aufeinander Rücksicht nehmen,
einander fordern - aber auch für sich sein, tun und arbeiten
können (Gruppenfähigkeit und
Individualität entwickeln)
Selbstverwaltung mit Gewaltenteilung
> Weitgehende pädagogische Autonomie der Lehrkräfte bei
gleichzeitiger absoluter
Entscheidungshoheit des Schulträgers
> Letztes Entscheidungsorgan – Vereinsvorstand, bei grundsätzlichen
Fragen die
Mitgliederversammlung des Vereins "Einfach Kind sein"
e.V.
> Vermengung der Kompetenzen (wie bei staatlichen Schulen) dadurch
ausgeschlossen
> Funktionen von Schulträger, Träger der Schulnetzplanung, Arbeitgeber
liegen in einer Hand,
dadurch vor Ort und für die Eltern transparent
Für weiterführende Informationen nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. |